Post-Soviet Cassandras / Galerie im Körnerpark, Berlin


25. April bis 12. Juli 2015

In der Ausstellung setzen sich Künstler_innen aus Russland, der Ukraine und Belarus kritisch mit der gesellschaftspolitischen Situation in ihren Ländern auseinander. Diskriminierungen in Form von psychischer wie auch physischer Gewalt sind für Randgruppen im russischsprachigen Raum nach wie vor an der Tagesordnung. In den künstlerischen Arbeiten geht es um eine Analyse der gegenwärtigen sozialen Realität: um Frauenrechte und Geschlechterrollen, um das Fehlen eines politischen Dialogs, um Glück und Unglück in den Randgruppen der Gesellschaft. Trotz eklatanter Missstände entwerfen die Künstler_innen mit den Mitteln der Kunst Visionen für eine gemeinschaftliche Zukunft.
Die Künstler_innen waren 2013 bereits an der Ausstellung „Feminist Pencil“ in Moskau beteiligt, die den Status feministischer und queerer Positionen in post-sozialistischen Gesellschaften reflektierte.

Künstler_innen: Anatoly Belov, Gandhi (Anna Tereshkina), Shifra Kazhdan, Victoria Lomasko, Marina Naprushkina, Nadia Plungian
Kuratorinnen-Team: Dorothee Bienert, Victoria Lomasko, Nadia Plungian, Antje Weitzel

Veranstaltungen:

Sonntag, 26. April 2015, 18 Uhr
Artist Talk

Gespräch mit den Künstler_innen über ihre Rolle in der (post-sowjetischen) Gesellschaft und über das Konzept der Ausstellung.

Sonntag, 28. Juni, 2015, 12 Uhr
„Refugees Welcome. 47 mal Scheitern“ – Lesung 

Bestandsaufnahme aus dem Berliner Flüchtlingsalltag, den die Künstlerin Marina Naprushkina begleitet: Keine fiktionalen Gschichten, sondern erlebte Wirklichkeit.

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