„be Berlin – be diverse“

Titel: Büro Berlin – Reihe „be Berlin – be diverse“
Startdatum: 29.10.2013
Beschreibung: 

Zeitgemäße Kunst?! Ist die Kunst immer noch von einem abendländisch zentrierten Weltbild beherrscht, trotz ihrer Internationalität? Diese Frage diskutierten unsere Podiumsgäste Dr. Susanne Gaensheimer, Direktorin MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt a.M., Marina Naprushkina, Künstlerin, und János Can Togay, Direktor Collegium Hungarium, am 29.10.2013 in unserer Reihe be Berlin – be diverse. Die Reihe wird in Kooperation mit der Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten ausgerichtet.

Berlin hat sich als Plattform für internationale zeitgenössische Künstler etabliert – darin waren die Diskutanten sich einig. Besonders das internationale Flair von Berlin zieht Künstler aus aller Welt an, aber auch die Funktion als Hauptstadt und Regierungssitz ist für politisch engagierte Künstler reizvoll. Unterschiedliche Positionen wurden bei der Frage nach der strukturellen Förderung von ausländischen Künstlern oder Künstlern mit Migrationshintergrund deutlich. Während einige Podiumsteilnehmer die Förderung zum Beispiel durch die Kulturstiftung des Bundes lobten, beklagten andere, dass die EU Themen vorgibt, mit denen die Künstler sich auseinandersetzen sollten.

Hervorgehoben wurde, dass Museen dauerhaft ihre Sammlungen um Künstler aller Kulturkreise erweitern müssen, statt reine Sonderausstellungen zu Einzelthemen zu gestalten. Die eigene Perspektive könne sich nur dann verändern, wenn man sich mit der Sichtweise anderer auseinandersetze. Auch der Kunstmarkt werde vielerorts noch durch eine westliche Sichtweise bestimmt. Europa müsse sich aber damit abfinden, dass es langfristig nicht mehr das weltweite Zentrum der Gegenwartskunst sein werde. Die Internationalisierungsprozesse seien aber noch nicht in allen Bereichen und Strukturen angekommen. Diese Lernprozesse sind auch für Deutschland auch außerhalb von Berlin eine große Herausforderung.

Als Fazit kann ein Zitat von Janós Can Togay gelten: „Berlin ist zu wichtig, um es den Deutschen zu überlassen“.
 







Foto: public domain





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