Asylum / Bielefelder Kunstverein / ERÖFFNUNG: 26. AUGUST











Mit Beiträgen von Halil Altındere, Vera Drebusch, Manaf Halbouni, Charles Heller & Lorenzo Pezzani (Forensic Oceanography), Thomas Kilpper, Marina Naprushkina (Refugees´ Library und Neue Nachbarschaft Moabit), Kateřina Šedá, Mounira Al Solh, Anna Witt und Tobias Zielony.

Flucht und Vertreibung scheinen unsere Gegenwart wie kein anderes Thema zu bestimmen. In den Medien wird häufig von einer Flüchtlings- und Migrationskrise berichtet. Dabei haben wir es mit keinem vorübergehenden Ereignis zu tun, denn ein permanenter Ausnahmezustand und die ungewisse Situation von Flüchtlingen sind inzwischen die Regel. Migration ist zum Seismographen unserer Zeit und unserem Selbstverständnis in Europa geworden. Vor diesem gesellschaftspolitischen Hintergrund und aus dem Blickwinkel der zeitgenössischen Kunst beschäftigt sich die Ausstellung mit den kulturellen Auswirkungen von Flucht, Vertreibung und Asyl. KünstlerInnen haben mit ihren Mitteln und teils auf Basis eigener Erfahrungen immer wieder die Geschichte von MigrantInnen, den sozialen Status, das kollektive und individuelle Gedächtnis von Vertreibung, Erlebnisse zwischen Trauma und Hoffnung zum Gegenstand ihrer künstlerischen Projekte gemacht. Im Gegensatz zu den Medien bedienen sie sich allerdings anderer Bilder und Formen der Erzählung, interessieren sich für nicht gehörte Visionen und schaffen damit innerhalb der Kunst einen Zufluchtsort der Vielstimmigkeit und Reflexion. Insofern stellt die Ausstellung im Bielefelder Kunstverein künstlerische Initiativen und Konzepte zur Diskussion, die das Potential von Kunst als widerständigen Erfahrungsraum zum Ausdruck bringen sowie den komplexen Fragestellungen von Flucht, Migration und Integration eine Plattform bieten.

Kurator: Thomas Thiel

Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit und für Geflüchtete aus Bielefeld. Es erscheint eine 40-seitige Broschüre (Deutsch-Englisch).

»Asylum« wird gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

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