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February, 2017
Exhibition view: “Was tun?”, Munich

Revolution ist ein Sprung in die Zukunft. Und genau um das Verlangen nach einer Zukunft ging es bei den Menschen, die in Belarus im Februar 2017 auf die Straßen gingen. In einem Land mit permanent steigender Arbeitslosigkeit protestierten die Bürger*innen im Februar gegen den Erlass Nummer 3 des belarussischen Präsidenten. Dieser Erlass beinhaltet: Bürger, die länger als sechs Monate im Jahr arbeitslos sind, müssen eine jährliche Gebühr (umgerechnet 180 Euro) zahlen. 
Die friedlichen Proteste gegen die Sondersteuer für Arbeitslose “Sozialschmarotzer” überwältigten das Land. Die Regierung antwortete mit Gewalt. Die Proteste wurden von Polizei und Sicherheitdiensten niedergeschlagen. Bilder, wie die Menschen in die Transporter gezerrt und abgeführt wurden gingen um die Welt. Viele der Protestierenden wurden mit Prellungen und Brüchen in Krankenhäuser eingeliefert.

In der Installation “Februar” zeigt Marina Naprushkina den an sie adressierten Brief der Behörde mit der Zahlungsaufforderung. Das Produktionsbudget für die Ausstellung legt die Künstlerin auf 180 Euro fest: rote Farbe, Bilderrahmen und Material für die Zeichnungen.

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